Warum Gruppentherapie?

Wirkfaktoren und Vorteile der Gruppentherapie

 

Der Hauptvorteil:

Die Gruppentechniken sind einsetzbar!

Unter Gruppentechniken versteht man therapeutische Vorgehensweisen, die auf die Anwesenheit von Gruppenmitgliedern angewiesen sind und daher im Einzelsetting nicht durchführbar sind. Diese Techniken zeichnen sich durch einen hohen therapeutischen Impact aus. Das verhaltenstherapeutische Motto: "Aktion vor Diskussion" lässt sich in Gruppen gut umsetzen, statt langer Problemerarbeitung kann man interpersonelle Probleme szenisch darstellen und bearbeiten. Hier sind Rollenspiele oder intrapsychische Aufstellungen möglich (die inneren Anteile werden von Gruppenmitgliedern dargestellt). Auch zwischenmenschliche Probleme und deren Lösungsszenen können gespielt werden. Diese Form der therapeutischen Arbeit ist sehr aktivierend und hoch effektiv.

 

Wenn du etwas willst, was du noch nie gehabt hast, dann tu, was du noch nie getan hast. (Peseschkian)

 

Weitere Vorteile:

Wir Menschen sind bindungsbedürftige Wesen, die Integration in eine Gruppe und die Wertschätzung durch die Gruppenteilnehmer (gerade in der Therapie, an diesem Ort, an dem wir uns mit unseren Schwierigkeiten zeigen) ist eine heilsame Erfahrung.

 

In der Gruppe werden zwischenmenschliche Erfahrungen möglich, zwischenmenschliche Bedürfnisse entstehen und die individuelle Reaktionsbereitschaft wird deutlich. Dies erleichtert die Erarbeitung des Störungsmodells und gibt Gelegenheit in einem geschützten Raum zu üben. Alternativen zu den herkömmlichen Verhaltensweisen können im geschützten Umfeld der Gruppe ausprobiert werden.

 

Von der Begleitung oder auch Teilnahme am therapeutischen Prozess eines anderen Gruppenmitglieds lässt sich in vielerlei Hinsicht profitieren:

 

Zum einen sind wir bei uns selbst oft „betriebsblind“ und der eine oder andere Zusammenhang wird uns erst durch die Beobachtung des Anderen verdeutlicht. Wir lernen dann „am Modell“ mit dem Anderen mit.

 

Zum anderen wird durch den Prozess der anderen Teilnehmer sichtbar, wie ähnlich wir Menschen uns in unsere Bedürftigkeit sind (obwohl wir manchmal sehr unterschiedliche Wege wählen). Das ist eine entlastende Erfahrung.

 

Und last but not least: das Teilnehmen im Therapieprozess eines Gruppenmitglieds ist meist emotional tief berührend. Es entsteht ein Empfinden dafür, wie es eigentlich „richtig“ und stimmig wäre, wie Grundbedürfnisse erfüllt werden könnten. Es entsteht ein tröstendes und Mut machendes Verständnis für das Gegenüber aber auch für uns selbst.

 

Für alle Gruppen gilt:

Ich arbeite mit Kleingruppen, die ein intensives, individuelles Arbeiten ermöglichen. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

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© Karin Pogade, Anhaltinerstr. 2, 14169 Berlin

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